Geschichte der Pfarrei

Panoramabild Pfarrei Schlicht

Schon zur Bronzezeit, ab 2000 vor Christus, war unser Gebiet besiedelt. Im 8. Jahrhundert war Schlicht und das Umfeld unter die Herrschaft der Frankenkönige gelangt. 744 sandte der Eichstätter Bischof den hl. Wunibald zur Seelsorge in die Gegend an der Nordvils. Dieser errichtete in Schlicht eine Martinskirche. Dies war wohl die älteste christliche Kulturstätte im oberen Vilstal. Zwischen 1008 und 1011 schenkte Kaiser Heinrich II. das Gebiet dem Bistum Bamberg. Damit hatte der Bischof von Bamberg Oberhoheit über Schlicht.
Es entstand die Pfarrei Schlicht, die 1138 zum ersten Mal erwähnt wurde. 1988 haben wir ja die 850-Jahrfeier begangen.

Im 13. und 14. Jahrhundert, etwa 1235 bis 1381 war der Pfarrsitz der Großpfarrei Schlicht in Vilseck. Aus der großräumigen Altpfarrei entstanden die Pfarreien: Großschönbrunn 1367, Pappenberg 1425, Hahnbach 1435, und Vilseck 1574.
Um 1553 schlossen sich das Pfarrvolk und der kath. Pfarrer der Lehre Luthers an. Es begann der evangelische Zeitabschnitt bis 1626. In dieser Zeit wirkten acht evangelische Pfarrer, davon fünf Kalvinisten und 14 evangelische Kapläne (73 Jahre lutherischer Anschnitt). 1596 umfasste die Pfarrei 38 Orte.

Die Pfarrei galt, abgesehen vom evangelischen Zeitabschnitt, bis 1802 als Bambergerisches Lehen. Der Bewerber um die Pfarrstelle ließ sich vom Bischof von Bamberg die Pfründe verleihen.

Statistik Pfarrei

 

Unser Pfarrer BGR Herr Martin Schultes

Martin Schultes Geboren am 9. Dezember 1943 als fünftes Kind von Eheleuten Franz und Franziska Schultes in Georgenberg im Oberpfälzer Wald in der Nähe der tschechischen Grenze.

Zur Schule ging er in Neudorf. Seit dem 01.09.1956 besuchte er das humanistische Gymnasium (Augustinus-Gymnasium) in Weiden. 1965 legte er dort das Abitur ab. Im November 1965 begann er das Studium der Philosophie und Theologie an der Philosophisch Theologischen Hochschule in Regensburg, wo er auch Kurse in Experimentalphysik und Beobachtung auf der Sternwarte belegte. Das 5. und 6. Semester studierte er dann an der Bayerischen Julius Maximilians- Universität in Würzburg. Ein Praktikum absolvierte er in der Ortschaft Rudelzhausen in der Holledau. Das weitere Studium fand an der neuen Universität in Regensburg statt.

Am 03. Juli 1971 wurde er mit zwölf weiteren Mitbrüdern im Dom zu Regensburg von H. H. Diözesanbischof Dr. Rudolf Graber zum Priester Geweiht. Am 17. Juli wurde die Priminz in der Heimatgemeinde zu Neukirchen St. Christoph gefeiert. Der Priminzspruch hatte gelautet: „Herr, auf Dein Wort hin will ich die Netze auswerfen!“

Weiter Stationen waren:
Ab 08.1971 Aushilfe in Griesbach/Opf. und Großkonnreuth.
Ab 01.09.1971 erste Kaplanstelle in St. Albertus Magnus Regensburg.
Vom 29.10.75- 30.04.76 vorübergehende Aushilfe von Regensburg aus in Obertraubling.
Ab 01.09.1976 2. Kaplanstelle in St. Martin Amberg.
Vom 01.09.1980 bis 31.08.2013 Pfarrer in St. Georg in Schlicht.
Ernennung zum Bischöflich Geistlichen Rat am 16. Juni 1999 von Bischof Manfred Müller.

Leitsatz
Priminzspruch vom 40jährigen Priesterjubiläum

Blumen Schultes
Blumenteppich anlässlich des 40jährigen Priesterjubiläums

 

Pfarrer Herr Johannes Kiefmann

Pfarrer KiefmannDer „Neue“ heißt Johannes Kiefmann und kommt aus Oberviechtach. Dort wurde ich am 28. Oktober 1980 geboren. Zusammen mit einer fünf Jahre älteren Schwester verbrachte ich meine Kindheit dort. Nachdem ich die Grundschule und das Ortenburg-Gymnasium Oberviechtach besucht hatte, entschloss ich mich nach erfolgreichem Abitur im Jahr 2000 ins Priesterseminar Regensburg einzutreten. Viele positive Erfahrungen in der Jugend- und Ministrantenarbeit haben mich zu diesem Schritt bewogen. Jetzt freue ich mich als Gemeinde mit Ihnen unterwegs zu sein. Wir werden gemeinsame kirchliche Feste feiern, gemeinsam Wendepunkte menschlichen Lebens begehen, mit den Gremien und Vereinen arbeiten und dadurch Leuten die frohe Botschaft verkünden. Das ist mein Wunsch für die gemeinsame Zeit. Priester ist man nie für sich selber. Man ist immer eingebettet in eine Gemeinde. Ich lade Sie ein mit mir zusammen Gemeinde zu gestalten. Sich mit einzubringen, zu den Gottesdiensten zu kommen und gemeinsam durch das Kirchenjahr zu gehen. Unser Pfarrbrief ist auch hier auf unserer Homepage. Hier können Sie immer aktuell sehen, was bei uns so los ist. Schauen Sie doch einfach mal vorbei.
Es grüßt sie herzlich ihr Stadtpfarrer

Pfarrer Johannes Kiefmann ist am 01.08.2018 verstorben

Pfarrer StD i. R. Lothar Kittelberger

Pfarrer KiefmannGeboren und getauft worden bin ich im Oktober 1943 in Mallersdorf, aufgewachsen und zur Schule gegangen in Dachau. Von 1964 bis 1970 studierte ich Mathematik und Physik an der Technischen Hochschule München und war ab 1970 als Gymnasiallehrer in Oberviechtach tätig. Nachdem ich seit meiner Jugend in Dachau und dann auch in Oberviechtach aktiv im kirchlichen Bereich tätig war, erreichte mich 1974 die Berufung zum Priestertum. Neben meiner schulischen Tätigkeit studierte ich dann Theologie und wurde 1978 von Bischof Dr. Rudolf Graber zum Priester geweiht, übte aber meinen Beruf als Gymnasiallehrer weiter aus – bis zum Ruhestand 2006. Seitdem habe ich meinen Hauptwohnsitz (wieder) in Dachau, war aber oft und gerne bei meinem ehemaligen Schüler Pfr. Johannes Kiefmann hier im Pfarreienverband Vilseck – Schlicht – Sorghof tätig.

Pfarrer i. R. Josef Wittmann

Pfarrer KiefmannJosef Wittmann wurde 1936 in Ursensollen geboren. Nach seiner Schulzeit, sowie dem Studium wurde er 1970 zum Priester geweiht. Er war zunächst Kaplan in Berngau, Ingolstadt/Herz Jesu und Herrieden. 1981 wurde er zum Pfarrer von Edelsfeld ernannt. Dort blieb er 26 Jahre lang Seelsorger; zudem betreute er ab 2004 die Pfarrei Königstein als Pfarradministrator mit. Josef Wittmann war darüber hinaus von 1983 an Dekan des Dekanates Kastl in der Diözese Eichstätt. 2007 trat er in den Ruhestand, den er in Vilseck und damit in der Diözese Regensburg verbringt. Als Ruhestandsgeistlicher half er zunächst in Vilseck Stadtpfarrer Dietmar Schindler und seit 2015 unterstützt er uns der Pfarreiengemeinschaft Vilseck – Schlicht – Sorghof.